28.06.2008

Ellbogner Spitze (2552 m) / Allgäuer Alpen

Der heutige Tag, an dem wir die Besteigung der Ellbogner Spitze angehen wollen, verspricht heiß zu werden. Schon auf der Busfahrt nach Hinterellenbogen sind nur wenige Wolken am Himmel zu sehen. So kommen wir auch nach der Ankunft um 8:35 Uhr bereits auf den ersten Metern ordentlich ins Schwitzen, als wir über einen steilen Wiesenhang nach Oberellenbogen aufsteigen. Vor allem der Biberkopf liefert aus dieser Perspektive ein schönes Bild.

Glücklicherweise erreichen wir oberhalb von Oberellenbogen einen Forstweg, der uns auf der Südostseite des Berges in bewaldetes Gebiet und somit in den Schatten führt. Auf einem bald nur noch schmalen Pfad gewinnen wir schnell an Höhe und treten um 10:20 Uhr auf der Sattelebene aus dem Wald. Von hier aus sieht man zum ersten Mal den Wilden Kasten.

Im Schatten einer Jagdhütte machen wir eine Pause, bevor wir eine Viertelstunde später den weiteren Aufstieg angehen. Der Weg führt jetzt in steileres Schrofengelände und zieht sich ganz schön in die Länge. Als wir hinter einer Kuppe schon den Gipfel erwarten, werden wir enttäuscht, denn das Gelände legt sich hier nur für eine kurze Ebene zurück und zum höchsten Punkt sind es noch immer 200 weitere Höhenmeter.

Wie wir in der Ferne sehen können, erreicht gerade vor uns ein "alter Bekannter" den Gipfel. Es ist der Franzose von vorgestern, bei der guten Sicht am heutigen Tag kann er uns allerdings nicht wieder auf eine falsche Fährte locken. Kurz vor dem Gipfel treffen wir ihn, als er schon wieder zum Abstieg aufbricht und unterhalten uns kurz mit ihm.

Wir haben jetzt noch einige Meter in gerölldurchsetztem Fels vor uns, bis wir endlich um 12:25 Uhr auf dem Gipfel ankommen. Bei einer ausgiebigen Pause mit Vesper genießen wir die Sicht in die Allgäuer und Lechtaler Alpen. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den Hauptkamm der Allgäuer Alpen und auch auf der Lechtaler Seite erheben sich namhafte Berge.

Nach dem obligatorischen Eintrag im Gipfelbuch begeben wir uns um 13:00 Uhr auf den Abstieg. Bereits nach wenigen Höhenmetern werden wir von dem Lärm eines gewaltigen Steinschlags aufgeschreckt. Nur ca. 20 Meter von uns donnern mehrere große Felsbrocken in die Westflanke des Berges hinab. Unversehrt erreichen wir um 14:20 Uhr wieder die Sattelebene und erholen uns hier noch einmal kurz. Weiter geht es jetzt auf einem alternativen Weg Richtung Osten bergab ins Lechtal.

Der Pfad führt uns auch hier wieder teilweise durch bewaldetes Gebiet, so dass wir der Sonne nicht mehr so ausgesetzt sind. An einer Jagdhütte treffen wir auf 2 herumtollende Hunde, ihre Herrchen haben sich ins Gras gelegt und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Östlich von Oberellenbogen stoßen wir dann auf einen Forstweg, der uns gegen 15:30 Uhr nach Ebene führt.

Von hier aus ist es jetzt nur noch ein kurzer, aber noch etwas steiler Abstieg nach Steeg, wo wir um 15:50 Uhr doch einigermaßen erschöpft eintreffen. Der Bus lässt noch eine Weile auf sich warten, bringt uns aber doch wieder sicher in unsere Ferienwohnung zurück, wo wir uns mit einem ausgiebigen Abendessen belohnen und später nach unserer bislang längsten Bergtour des Urlaubs gut und schnell einschlafen.

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 7:15 h und 5:50 h reiner Gehzeit eine Strecke von 10,5 km mit einem Aufstieg von 1519 m und einem Abstieg von 1539 m bewältigt.

Den Track zur Tour gibt es bei www.wandermap.net, mehr Bilder befinden sich hier bei www.23hq.com oder direkt hier:

Bitte den Hinweis zu unseren Tourenberichten beachten!


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