21.06.2009

Falzerkopf (1968 m) Kreuzmanndl (1974 m) Steinmanndl (1982 m) / Allgäuer Alpen

An unserem ersten "Sommer" - Urlaubstag schauen wir in unserer Ferienwohnung in Schoppernau am frühen Morgen aus dem Fenster und können uns mit dem Anblick nicht wirklich anfreunden. Der Wetterbericht hat es uns am Vorabend ja schon verkündet, es wird die nächsten Tage kalt und regnerisch und uns wird klar, wir müssen das Beste aus den Begebenheiten machen. Nach dem Frühstück legen wir gleich die Regenklamotten an und machen uns um kurz nach 8:00 Uhr trotz Dusche von Oben auf den Weg, wir wollen sehen, wie weit wir am heutigen Tag kommen.

Wir laufen durch den Ort Richtung Mittelholz und schlagen am Waldrand den Forstweg ein, der oberhalb von Schoppernau am Wasserwerk vorbei zunächst nach Südosten führt. Nach einigen Kehren kommen wir in unseren Regenjacken im Aufstieg gleich ordentlich ins Schwitzen, um 8:50 Uhr machen wir eine erste kurze Pause an der Abzweigung, von der aus der Weg nach Osten in Richtung Neuhornbachhaus und der Weg nach Westen Richtung Breitenalpe führt.

Wir entscheiden uns für den Weg nach Westen und marschieren im Regen weiter im Wald den Hang hinauf, bis wir gegen 9:50 Uhr an der Talstation des Breitenalplifts auf die ersten Weideflächen treten. Der Regen hat vor wenigen Minuten aufgehört und inzwischen lichtet sich sogar der Nebel ein wenig und man sieht mehr als nur die Hand vor Augen. Nach kurzer Trinkpause gehen wir weiter hinauf zur Breitenalpe, wo wir um 10:00 Uhr die Hänge des Falzerkopfs erblicken können.

Weil das Wetter uns Hoffnung macht, setzen wir unseren Weg fort und wollen über den Westhang auf den Falzerkopf aufsteigen. Der Weg dorthin führt uns zunächst am Südhang entlang bergauf und nach einer Kehrtwende in die Mulde nordwestlich des Kreuzgipfels. Jetzt geht es noch ein kurzes, steileres Stück bergauf und dann stehen wir um 10:45 Uhr beim Gipfelkreuz, wo wir eine Vesperpause einlegen.

Während wir pausieren wird es recht kühl und der Nebel wird wieder dichter, für einige Sekunden geht sogar ein kurzer leichter Graupelschauer über uns hinweg. Als sich das Wetter wieder beruhigt hat, gehen wir um 11:05 Uhr weiter auf dem Grat zum Hauptgipfel des Falzerkopfs, den wir bald sehen und 10 Minuten später auch erreichen.

Wir gehen gleich weiter und starten den Abstieg zum Neuhornbachjoch. Jetzt tritt sogar die Üntschenspitze zum ersten Mal aus dem Nebel hervor und auch Hochstarzel und Güntlispitze, die wir im Jahr 2007 bestiegen haben, zeigen sich im Hintergrund.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Neuhornbachjochs zeigen sich gleichzeitig Kreuzmanndl und Steinmanndl.

Nach der Fotosession im Abstieg kommen wir um 11:30 Uhr im Neuhornbachjoch an. Wir beraten kurz und entschließen uns, den Weg zum Kreuzmanndl einzuschlagen. Wir steigen auf dem schmalen Pfad auf dem Grat wieder bergauf und erreichen um 12:00 Uhr den Gipfel des Kreuzmanndls. Der jetzt folgende Übergang zum Steinmanndl ist nicht nur aber besonders bei nassen Verhältnissen mit Vorsicht zu genießen.

Man bewegt sich meist auf dem schmalen Grat oder in der steilen Flanke und der Weg verzeiht keine Fehler. Hinzu kommen drei kurze Kletterstellen, die wir in unserer Richtung alle im Abstieg nehmen müssen. Zwei davon sind mit kleinen Trittbügeln entschärft und an einer hilft über einige Meter ein Drahtseil bei der Fortbewegung. Mit aller nötigen Vorsicht bei den nassen Wegverhältnissen kommen wir zwar langsam voran, erreichen so aber unversehrt um 12:45 Uhr den Gipfel des Steinmanndls. Nach einer Pause geht es um 13:10 Uhr weiter und wir beginnen den Abstieg, während wir nach einigen Metern noch einmal zum Gipfel zurückblicken.

Wir folgen bald nicht mehr dem Grat, der weiter in Richtung Grünhorn führen würde, sondern gehen bergab in Richtung Süden. Hier umrunden wir den Südgrat des Kreuzmanndls und können dabei noch einmal auf den Gratübergang zum Steinmanndl blicken.

Wir verlieren jetzt rasch an Höhe und durchqueren eine Kuh- und Pferdeweide. Kurz bevor wir auf den Forstweg Richtung Neuhornbachalpe treffen, fängt es leider wieder zu regnen an. So heißt es wieder hinein in die Regenjacken und weiter an der Neuhornbachalpe vorbei zum Neuhornbachhaus und weiter zur Falzalpe, von wo aus uns der Weg jetzt endgültig talwärts führt. Im Regen geben wir Gas und erreichen bald die Stocketenbodenalpe. Jetzt beruhigt sich das Wetter wieder und wir können ohne Kopfbedeckung weiter bergab laufen. Um 15:30 Uhr treffen wir schließlich an der Abzweigung von heute Morgen ein und ab hier ist der restliche Weg nur noch ein Klacks, so dass wir um 16:00 Uhr nass aber glücklich wieder in Schoppernau an unserer Unterkunft ankommen.

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 8:05 h und 6:55 h reiner Gehzeit eine Strecke von 20,4 km mit einem Aufstieg von 1680 m und einem Abstieg von 1680 m bewältigt.

Den Track zur Tour gibt es bei www.wandermap.net, mehr Bilder gibt es bei www.23hq.com oder direkt hier:

Bitte den Hinweis zu unseren Tourenberichten beachten!


nach oben