28.06.2009

Hochberg (2324 m) / Lechquellengebirge

Der Bergurlaub im Bregenzerwald geht unaufhaltsam seinem Ende entgegen, doch heute steht uns glücklicherweise noch einmal ein Tag mit passablem Wetter bevor. Wir planen also noch eine Bergtour und wollen den Hochberg über Schröcken besteigen. Wieder einmal nutzen wir den Bregenzerwaldbus zur Anreise und kommen um 9:10 Uhr in Schröcken bei der Kirche an und beginnen mit unserer Wanderung. Den Hochberg haben wir direkt vor der Nase, allerdings führt der Weg hinauf nicht durch die steilen Hänge der vor uns liegenden Nordseite, sondern nach Umrundung des Bergs von Süden zum Gipfel.

Der Weg führt zunächst nach Süden durch den kleinen Ort und wendet sich beim Hotel Mohnefluh, dass seit einiger Zeit geschlossen scheint, auf einen Forstweg in Richtung Fellealpe. Ab jetzt sind die ersten Höhenmeter zu überwinden und nach einigen Kehren kommen wir um 9:40 Uhr an der Fellealpe an. Hier steht vor der Hütte ein einsamer Esel, der jetzt am Morgen noch einen recht müden Eindruck vermittelt.

Nun geht es noch einige Meter auf einem breiten Weg entlang, bis eine Abzweigung auf einen schmalen Pfad uns in das Tal des Fellbachs führt. Jetzt wird es zunächst etwas steiler, nach einer Geländestufe verflacht der Weg aber wieder und führt uns durch die dicht bewachsene östliche Seite des Tals. Bald können wir zum ersten Mal am heutigen Tag in den Talschluss mit Wasserfall und oberhalb auf das Massiv der Braunarlspitze blicken.

Im Rückblick sieht man in der Ferne den Saloberkopf und der Aufstiegsweg, der die Flanke im linken Bildbereich durchquert, ist nicht mehr zu erkennen so zugewachsen ist er.

Uns zeigt sich an einem Bachlauf bald darauf das erste Murmeltier, das wir durch unser Auftauchen beim Sonnenbaden stören und zur prompten Flucht veranlassen. Lustig, wie diese Tiere einen Hang hinauf wetzen können. Am Ende des Tales gilt es wieder in einem steileren Stück eine Stufe zu überwinden, bis wir um 10:55 Uhr an der Abzweigung bei der Hochgletscheralpe ankommen und eine erste viertelstündige Pause einlegen. Hier führt ein Weg über den Geislinger Steig hinauf zur Mohnenfluh, die wir jetzt im Osten vor Augen haben.

Wir gehen jetzt weiter in Richtung Westen bergauf und nähern uns so der Südseite des Hochbergs. Kurz bevor man das Braunarlfürrgele erreicht weist ein Wegweiser uns in Richtung Norden auf einen schwach markierten Weg zum Hochberg. Nach einem gerölligen Abschnitt kommen wir zum Grashang, auf dem die letzten Höhenmeter anstehen. Da wir die Markierung verlieren nehmen wir den direkten Weg in steilem Gras und kommen so östlich das Hauptgipfels zunächst am Nebengipfel auf den Grat des Hochbergs. Inzwischen hat sich auch die Sicht verschlechtert, es sind Wolken aufgezogen und so zeigt sich der durch eine kleine Scharte getrennte einige Meter enfernte Hauptgipfel in düsterem Licht.

Wir queren auf dem Grat hinüber zum Hauptgipfel und machen dort um 12:40 Uhr unsere Vesperpause. Der Gipfel wird laut den Einträgen im Gipfelbuch nicht ganz so oft besucht, was wohl an den vielen prominenteren Nachbargipfeln in der näheren Umgebung liegen dürfte. Wir haben jedenfalls noch ein wenig Glück, denn als wir um 13:00 Uhr wieder aufbrechen, geben die Wolken ein kurzes Fenster frei und wir können hinab nach Schröcken und auf den Hochtannbergpass blicken.

Im Abstieg finden wir dann auch die etwas westlich von unserem Aufstiegsweg verlaufende Ideallinie und kommen in nicht ganz so steilen Gelände wieder hinab auf den markierten Weg. Wir schlagen jetzt den gleichen Pfad wie im Aufstieg ein und um 14:00 Uhr sind wir wieder an der Abzweigung nach Schröcken. Wir gehen ohne zu pausieren weiter und erreichen so um 14:55 Uhr die Fellealpe.

Dem Esel von heute früh können wir wieder kurz Hallo sagen, bevor wir den restlichen Abstieg nach Schröcken antreten. Um 15:15 Uhr schließlich kommen wir im Ort an und erreichen pünktlich den Bus zurück nach Schoppernau

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 6:05 h und 5:30 h reiner Gehzeit eine Strecke von 11,1 km mit einem Aufstieg von 1400 m und einem Abstieg von 1400 m bewältigt.

Den Track zur Tour gibt es bei www.wandermap.net, mehr Bilder gibt es bei www.23hq.com oder direkt hier:

Bitte den Hinweis zu unseren Tourenberichten beachten!


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