03 - 04.07.2008

Auf dem Mainwanderweg von Lohr nach Veitshöchheim

Zum Abschluss unseres Sommerurlaubs wollen wir nach den verregneten Tagen in den Alpen noch ein wenig die Sonne sehen und so planen wir eine zweitägige Tour auf dem Mainwanderweg.

Als Startpunkt haben wir Lohr ausgewählt und übernachten wollen wir in Karlstadt, um am zweiten Tag dann zu sehen, wie weit wir noch kommen, bevor uns die Deutsche Bahn wieder nach Hause bringen soll.

So steigen wir also am Freitag Morgen um 8:15 Uhr am Aschaffenburger Hauptbahnhof in den Zug nach Lohr, wo wir um 8:50 Uhr dann mit der Wandertour beginnen. Als erstes müssen wir jetzt vom Bahnhof zum Main gelangen und den Fluss auf der Neuen Mainbrücke überqueren. Im Stadtteil Lohr-Sendelbach angelangt, treffen wir im Wohngebiet am Waldrand dann auf den Mainwanderweg, der durch den Wald in Richtung Steinbach führt. Den Ort erreichen wir um 9:35 Uhr und durchqueren ihn, um dann einen Feldweg Richtung Halsbach einzuschlagen. Im Rückblick nach Steinbach zeigt sich keine einzige Wolke am Himmel, ein Glück haben wir die Sonnencreme eingepackt.

Glücklicherweise führt der Weg nach ein paar Höhenmetern zur Abwechslung wieder in den Wald und wir freuen uns über den Schatten. Bald schon treten wir jedoch wieder aufs offene Feld und gehen in leichtem Auf und Ab auf Halsbach zu.

In Halsbach kommen wir um 10:30 Uhr an, gehen ohne Pause durch den Ort und folgen der Biegung des Mainwanderwegs nach Norden. Wir laufen jetzt auf einer Nebenstrecke an einem Bachlauf entlang Richtung Main. Kurz bevor der Mainwanderweg den Main erreicht, macht er laut Karte einen Schlenker nach Osten, um sich in Richtung Hofstetten zu wenden. Diese Abzweigung verpassen wir leider, weil die Markierung entweder fehlt, oder wir sie schlicht und einfach übersehen haben und so stehen wir bald am Ufer des Mains auf dem Mainradweg.

Hier bleibt uns nichts anderes übrig, als dem Radweg zu folgen, um nach Hofstetten zu gelangen. Dort kommen wir um 11:40 Uhr an und machen eine erste Pause im Schatten einer Bushaltestelle. Um 12:05 Uhr geht es schließlich weiter, wir treffen wieder auf die Markierung des Mainwanderwegs und marschieren in Richtung Gemünden. Nach Kurzer Zeit kommen wir an der Mainbrücke an und überqueren den Main zum zweiten Mal an diesem Tag. Von der Brücke aus kann man die Stadt sehr gut überblicken.

Um 12:45 Uhr passieren wir dann das Ortsschild und der Weg führt jetzt zunächst zur Ruine der Scherenburg hinauf und dann am Hang oberhalb von Gemünden entlang in Richtung Südosten. Nach einer kurzen Trinkpause erreichen wir um 14:00 Uhr Adelberg und ruhen uns oberhalb des Orts nochmals für eine Viertelstunde aus. Bald ist Wernfeld erreicht und es folgt der Anstieg in Richtung Gambach. Jetzt können wir zu unserer Linken nach Osten zur Ruine Homburg bei Gössenheim blicken.

Es folgt in der Hitze der uns immer länger vorkommende Weg hinein nach Gambach. Dort treffen wir endlich um 15:20 Uhr ein, versorgen uns in einem kleinen Laden noch einmal mit Getränken und legen eine 25-minütige Pause ein. Es folgt der letzte längere Aufstieg des Tages in die Weinberge oberhalb des Mains.

Bald folgen wir einem nur noch schmalen Pfad, der uns dem Kalbenstein immer näher bringt. Jetzt kommt uns die Landschaft bekannt vor, denn wir passieren den Einstieg des Lenz-Steigs und um 16:30 Uhr stehen wir an der Faltes-Hütte des DAV. Diesen Wegabschnitt kennen wir von unserer Begehung des Lenz-Steigs im November 2007 (Bilder bei www.23hq.com). Heute halten wir uns nicht auf und nach einem kurzen Rückblick zum Edelweiß auf den Kalbenstein wandern wir weiter Richtung Karlstadt.

Um 17:15 Uhr erreichen wir dann endlich das Stadtgebiet und pausieren noch einmal für 10 Minuten, bevor wir uns auf die Suche nach unserer Unterkunft machen. Um 17:40 Uhr haben wir die kleine Pension direkt am Main dann gefunden und können bald erschöpft unter die Dusche springen. Das Abendessen nehmen wir bald darauf beim Italiener ein und lassen den Abend bei lauem Wind am Ufer des Mains ausklingen, bevor wir recht erledigt in unsere Betten fallen.

Der nächste Tag beginnt um 8:00 Uhr mit dem Frühstück und frisch gestärkt geht es um 8:50 Uhr wieder auf die Wanderschaft. Wir überqueren noch in Karlstadt Bahnlinie und Bundesstraße und verlassen die Stadt auf dem Stationsweg. Es geht ein wenig bergauf und bald laufen wir durch ein Waldstück, bis der Weg kerzengerade über die Felder zwischen Karlstadt und Stetten führt.

Bald erreichen wir die Straße nach Stetten und machen um 9:50 Uhr eine kurze Trinkpause. Der Weg biegt jetzt nach Südwesten ab und führt uns in die Weinberge an den Hängen des Mains. In der Ferne können wir die nächste Ortschaft schon erblicken.

Bevor wir jedoch Retzbach erreichen, müssen wir noch einen Wald und einen weiteren Weinberg durchqueren, bevor der Weg bergab in den Ortskern führt. Um 11:10 Uhr finden wir wieder einen kleinen Laden, in dem wir etwas zum Trinken kaufen und 10 Minuten pausieren. Während der Mainwanderweg ab hier in einer Schleife ins Hinterland abbiegt, schlagen wir den direkten Weg in Richtung Thüngersheim auf dem Mainradweg ein. Zu unserer rechten Seite liegt der Main und zu unserer Linken befinden sich Weinberge und stets Abhänge mit interessanten Felsformationen.

Heute begleitet uns schon den ganzen Tag schwüle Luft und als wir um 11:55 Uhr in Thüngersheim ankommen, ziehen auch die ersten Wolken auf. Bei unserer 25-minütigen Vesperpause kommen wir mit ein paar dicken Tropfen noch glimplich davon, als wir aber weitergehen müssen wir uns noch im Ort bei einem Schauer für 5 Minuten unterstellen. Auf dem Weg in Richtung Veitshöchheim kommen wir jetzt wieder in die Weinberge und haben einen guten Blick über das Maintal. So sehen wir, dass um uns herum Gewitter aufziehen und in der Nähe schon ordentlicher Regen herunterkommt. Noch beiben wir verschont, während wir durch durch die Rebenreihen wandern.

Um 13:30 Uhr ist dann allerdings unser Glück aufgebraucht und ein Gewitterschauer erwischt uns mit voller Härte. Wir erreichen noch eine kleine Senke, die vom Regen etwas geschützt ist, und ertragen in unseren Regenklamotten den Schutt, der auf uns niederprasselt. Nach einer Viertelstunde ist der Spuk vorbei und wir können weiterlaufen. Nach wenigen Metern können wir dann schon nach Veitshöchheim hinabblicken.

Es folgt der Abstieg aus den Weinbergen, um 14:00 Uhr sind wir in Veitshöchheim und 25 Minuten später dann auch am Bahnhof angelangt. Da ein Zug in Richtung Aschaffenburg noch eine Weile auf sich warten lässt, besichtigen wir noch den Rokoko-Garten und ruhen uns auf einer schattigen Bank ein wenig aus. Das Wetter hat sich inzwischen wieder beruhigt, der Himmel ist blau und die Luft durch die Gewitter bereinigt.

Bald gehen wir die wenigen Meter zurück zum Bahnhof und treten die Heimreise mit der Bahn an. Mit einmal umsteigen sind wir dann auch nach einer Weile zurück in Aschaffenburg und relaxen bald darauf in der Badewanne.

Auf unserer Tour haben wir verteilt über 2 Tage in insgesamt 14:05 h und 11:45 h reiner Gehzeit eine Strecke von ca. 54,7 km mit ca. 1060 Höhenmetern bewältigt.

Die Tracks zur Tour gibt es bei "www.wandermap.net" von Tag 1 und Tag 2, mehr Bilder gibt es bei www.23hq.com oder direkt hier:

Bitte den Hinweis zu unseren Tourenberichten beachten!


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