19.08.2008

Rofan-Rundtour mit Besteigung von Gschöllkopf (2039 m), Hochiss (2299 m), Dalfazer Kamm (2233 m), Dalfazer Roßkopf (2143 m) und Rotspitze (2067 m) / Rofangebirge

Am heutigen Morgen führt unser Weg über den Achenpass hinüber nach Österreich, wo wir bald am Achensee entlang fahren und schließlich in Maurach an der Talstation der Rofan-Seilbahn unser Auto abstellen. Um 8:15 Uhr stehen wir dann in der zweiten Bahn des Tages und lassen uns im Eiltempo auf ungefähr 1800 Höhenmeter bringen. Aus der Bahn ausgestiegen müssen wir uns erst einmal orientieren. Nur wenige Meter neben der Gipfelstation befindet sich die Erfurter Hütte des DAV, die wohl am einfachsten zu erreichende Berghütte des gesamten Alpenvereins, im Hintergrund erblicken wir bereits den Dalfazer Kamm.

Geradeaus blicken wir zum Gschöllkopf, unserem ersten Ziel, zu dem wir gleich aufbrechen. Der Weg ist schnell über den Nordrücken bewältigt und so stehen wir bereits um 8:55 Uhr auf unserem ersten Gipfel des Tages. Weiter geht es auf dem gleichen Weg wieder hinab zum Fuß des Berges und jetzt weiter Richtung Norden und bald in einer langgezogenen Kurve auf den Hochiss zu.

Westlich des Gipfelaufbaus führt uns dann ein steiniger Pfad auf den Gipfel des höchsten Berges im Rofangebirge, wo wir um Punkt 10:00 Uhr ankommen und eine kurze Pause einlegen. Hier weht heute ein ordentlich kalter Wind, so dass es uns schnell ungemütlich wird und wir eine Viertelstunde später weiter gehen. Der Weg führt uns wieder den Gipfelpfad hinab und jetzt weiter nach Westen zum Streichkopf. Unterhalb dieses unscheinbaren Gipfels passieren wir eine erste felsige Passage, die mit einem Seil gesichert ist. Bald erreichen wir die Abzweigung am Streichkopf und schlagen den Weg zum Dalfazer Kamm ein.

Ab hier ist der Weg eine abwechslungsreiche Kammwanderung, bei der wir um 11:10 Uhr den etwas abseits des Weges gelegenen höchsten Punkt des Kammes erklimmen. Weiter geht es zu den sogenannten "Steinrige Mann'ln", zwei kleinen Felstürmen, von denen der höchste sogar ein Gipfelkreuz trägt. Natürlich muss dieser Gipfel erklommen werden, was einige Kletterfertigkeit verlangt, aber wahnsinnig viel Spaß macht.

Im Anschluss laufen wir auf dem Kamm weiter bergab und sehen bald den Dalfazer Roßkopf vor uns. Der Berg wird aus einer Scharte über eine weitere seilgesicherte Passage erklommen und oben angelangt machen wir um 11:40 Uhr noch einmal eine Pause. Weiter geht es eine Viertelstunde später zum nächsten Gipfel des Tages, der Rotspitze.

Auch dieser letzte Gipfel verlangt noch ein wenig Kletterei, ist aber um 12:15 Uhr ohne Probleme von uns bezwungen. Wir machen den letzten Eintrag für heute in einem Gipfelbuch und blicken hinab zum Achensee.

Danach steigen wir südseitig zum Durrakreuz ab, einem Aussichtspunkt, den viele Wanderer direkt von der Bergbahn aus ansteuern. Dementsprechend gibt es auf unserem weiteren Weg hinüber zur Bahn und zur Erfurter Hütte jede Menge Gegenverkehr. Um 13:25 Uhr schließlich kommen wir an der Hütte an und lassen uns auf der Terrasse nieder, um uns noch ein kühles Getränk zu genehmigen. Der Bergtag endet kurze Zeit später mit der Talfahrt hinab nach Maurach und der Rückfahrt mit dem Auto nach Kreuth.

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 4:55 h und 4:10 h reiner Gehzeit eine Strecke von 8,9 km mit einem Aufstieg von 1197 m und einem Abstieg von 1197 m bewältigt.

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