01.10.2007

Widderstein (2533 m) / Allgäuer Alpen

Heute weckt uns bei strahlendem Sonnenschein um 7:30 Uhr der Wecker und pünktlich um 8:00 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch. Heute wollen wir einen der markantesten Berge der Allgäuer Alpen erklimmen, den 2533 m hohen Widderstein. Wir werfen also die gepackten Rucksäcke ins Auto und fahren zum Hochtannbergpass, wo wir um 9:00 Uhr ankommen, das Auto abstellen und gleich einen ersten Blick auf den Widderstein werfen.

Heute haben wir auch unsere Steinschlaghelme im Gepäck, da der Aufstieg im Gipfelbereich stark steinschlaggefährdet sein soll. Zunächst aber geht es über einen Wiesenhang recht steil bergauf in Richtung Widdersteinhütte. Diesen Aufstieg kennen wir ja bereits von unserem letztjährigen Besuch im Lechtal. Bereits beim Anstieg beeindruckt uns der gewaltige Berg und auch der Blick hinüber zum Lechquellengebirge mit Mohnenfluh und Braunarlspitze lohnt sich.

Nach nur 40 Minuten haben wir die Höhe der Widdersteinhütte erreicht und machen eine kurze Pause. Wir laufen allerdings im Anschluss nicht hinüber zur Hütte, sondern halten uns links in Richtung Einstieg zum Gipfelsteig. Um 10:15 Uhr sind wir dann an den Felsen angekommen, setzen unsere Helme auf und nach 5-minütiger Verschnaufpause geht es ab in die Felsen.

In leichter Kraxelei kommen wir recht schnell voran, werden aber auf halber Strecke von einem Alleingeher überholt, der noch ein schnelleres Tempo vorlegt. Der Blick nach unten auf den Hochtannbergpass zeigt die Straße in immer weiterer Entfernung, dafür rücken am gegenüberliegenden Lechquellengebirge Gipfel wie z.B. das Karhorn immer mehr in Augenhöhe.

Von oben sieht die Schlucht, in der wir aufsteigen, recht steil aus, sie ist jedoch leicht zu bewältigen. Als wir schließlich auf dem Grat des Widdersteins ankommen, haben wir die größte Anstrengung hinter uns. Ab hier eröffnet sich uns ein wunderbarer Blick ins Kleinwalsertal, wir können die Gipfeltour, die wir im Juni von Baad aus gemacht haben, komplett überblicken.

Ich schieße ein paar Fotos und dann geht es weiter nach rechts in Richtung Gipfel.

Um 11:40 Uhr stehen wir dann am Gipfelkreuz und packen unser Vesper aus, während wir von einigen Dohlen schon ins Visier genommen werden. Am Himmel sind kaum Wolken zu sehen und so können wir während dem Kauen einige tolle Berge in der Umgebung bewundern. Wohl am interesantesten ist der Blick in Richtung Allgäuer Hauptkamm mit dem Panorama von der Trettachspitze über Mädelegabel, Hochfrottspitze und Hohem Licht bis hin zum Biberkopf, dessen Pyramidenform von hier oben sehr beeindruckend aussieht.

Aber natürlich hat auch der Blick zu den Lechtaler Alpen zum Beispiel mit der markanten Holzgauer Wetterspitze seinen besonderen Reiz.

Nach uns kommt noch eine Gruppe von sechs Leuten auf dem Gipfel an und es wird langsam eng. So verlassen wir den Widderstein-Gipfel um 12:10 Uhr und begeben uns auf den Abstieg. Um 13:10 Uhr sind wir bereits wieder am Ausstieg angelangt und gehen ohne Pause weiter bergab Richtung Hochtannbergpass. Auch auf den Grashängen machen wir jetzt ordentliches Tempo, so dass wir um Punkt 14:00 Uhr wieder am Auto ankommen und ab jetzt zum gemütlichen Teil des Tages übergehen können.

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 5:00 h und 4:15 h reiner Gehzeit eine Strecke von 6,3 km mit einem Aufstieg von 1131 m und einem Abstieg von 1131 m bewältigt.

Beeindruckende Luftaufnahmen von www.vorarlbergvonoben.at

Mehr eigene Bilder gibt es hier oder direkt hier:

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